Quid pro quo der besonderen Art

RSGetriebe erweitert Fertigung um Palloid- und gearSKIVING-Verfahren

Ein Rad greift ins andere – die hochwertigen Dreh-Fräs-Komplettbearbeitungszentren von DMG MORI sind aus dem hochmodernen Maschinenpark von RSGetriebe in Sonthofen nicht mehr wegzudenken. Als Hersteller von Sondergetrieben und maßgeschneiderten Antriebskonzepten entwickelt RSGetriebe in Sonthofen seit mehr als 50 Jahren Antriebssysteme, die weltweit Maßstäbe setzen. Dank der Kooperation und räumlichen Nähe mit dem Fräs- und Drehmaschinen-Hersteller DMG MORI können anspruchsvolle gearMILL (Zyklo-Palloid) und gearSKIVING-Verfahren für das Vor- und Fertigfräsen diverser Verzahnungen in der Getriebefertigung eingesetzt werden. Während des zweiwöchigen Open House bei DMG MORI am Standort in Pfronten hat der Betriebsleiter von RSGetriebe Ercan Senoldu Frau Irene Bader, Executive Officer Global Marketing, CMO bei DMG MORI, im Rahmen eines Technology Talks mit dem Fokus auf Verzahnungsfräsen Rede und Antwort gestanden und die Vorteile der neu hinzugekommenen Fräsverfahren für unseren Kunden erläutert.

Herr Senoldu, wie genau lässt sich die Kooperation zwischen DMG MORI und RSGetriebe beschreiben?

Senoldu: „Am besten sieht man uns als Kunden und Partner gleichermaßen. Dank der Maschinen von DMG sind wir in der Lage, zusätzlich zu unseren Verzahnungsmaschinen (Verzahnungsfräsen- und stoßen) unsere Dreh-Fräsmaschinen für Zyklo-Palloid-Verzahnungen und Lauf-und Steckverzahnungen einzusetzen. Sie sind deshalb die perfekte Ergänzung zur Sicherstellung unserer hohen Ansprüche bei der Fertigung unserer Getriebelösungen. Durch das Nachrüsten der Maschinen mit entsprechender Software können wir das hohe Spektrum in der Teilefertigung auch gegenüber unserem Kunden jederzeit garantieren.“

Wie muss man sich das Softwareupdate und das Zusammenspiel mit den Maschinen vorstellen?

Senoldu: „Das Prinzip der Zyklo-Palloid-Verzahnung beruht auf zwei exzentrisch angeordneten Messerkopfgruppen, die verschieden große Krümmungsradien aufweisen. Normalerweise steht bei dem Fräsvorgang der Zahnrad- und Getriebefertigung das Modul gerade. Sowohl beim Zyklo-Palloid, als auch beim Palloid-Fräsvorgang muss das Werkzeug aber schräg stehende Verzahnungen fräsen. Damit dies gelingt, muss das Modul eine bestimmte Neigung haben, um Verzahnungen für sogenannte schräg- bzw. bogenverzahnte Kegelräder fräsen zu können. Solche Fräsvorgänge werden bei RSG auf der DMU 80 FD gefertigt. Dank der gearMILL-Software können wir, zusätzlich zu allen gängigen Verzahnungsarten, den entsprechenden Neigungswinkel für den Palloid-Fräsvorgang einstellen, sodass der Vorgang, unter Berücksichtigung der entsprechenden Werkzeuge für das jeweilige Fräsverfahren, ausgeführt werden kann.“

Was genau bedeutet gearSKIVING?

Senoldu: „Mit dem Wälzschälen (gearSkiving), einer Kombination aus Wälzfräsen und Wälzstoßen, können Verzahnungen in höchster Produktivität und Qualität auf Dreh-Fräszentren serientauglich hergestellt werden. Auch hier haben wir die Maschine mit der entsprechenden Software nachrüsten lassen, sodass wir die Liegezeiten unserer Teile drastisch minimieren können. Außerdem müssen wir die Fertigung nicht auslagern, sondern können alle Getriebeteile in-house fertigen, ohne auf einen externen Zulieferer angewiesen zu sein.“

Die HerkulesGroup arbeitet an den verschiedenen Standorten schon seit Jahren mit den Maschinen von DMG MORI, so zum Beispiel mit dem Dreh-Fräs-Komplettbearbeitungszentrum der CTX TC Baureihe zur Bearbeitung komplexer Werkstücke. Die Maschinen sind ebenfalls Teil des hochmodernen Maschinenparks in Sonthofen, um die geforderten Güteklassen der Sondergetriebe und Antriebselemente zu sichern.

Das vollständige Interview finden Sie als Video auf dem Youtube-Kanal von DMG MORI unter folgendem Link: DMG MORI Technology Talk - Gear Cutting (DE)

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